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KUNST am BAU

aktuelle Kunst am Bau-Projekte:

1. „Fritz-Straßmann-Institut für Kernchemie der JGU Mainz“
Die Beschreibung des Projektes sowie dessen Fortschritt sehen Sie hier: 

https://h5p.org/node/600441

„walk the line – change the view“

Der Schriftzug „Ba“, der einer handschriftlichen Aufzeichnung von Fritz Straßmann entspricht, empfängt die Besucher. Über dem Eingangswinkel steht er in drei Meter Breite in leuchtenden Neonbuchstaben aus mundgeblasenen Glasröhren. Das Zeichen symbolisiert das Element „Barium“, das Fritz Straßmann chemisch analysierte und damit die Kernspaltung bewies.

„Der wußte Bescheid“, war sein handschriftlicher Kommentar in Sütterlinschrift in einem Albumblatt auf ein Wilhelm-Busch-Gedicht und ist nun zu Ehren des Chemikers in verschiedenen Größen (bis zu 50 cm lang) und an unterschiedlichen Orten im Gebäudeinneren als Folienschrift auf Glas und Beton zu finden.

Das Originalblatt wird gerahmt und wird im Institut hängen.

Nach einem kurzen Prolog durch den Windfang des Eingangsbereichs betritt man einen 26 m langen Glasboden, der von unten mit 27 LED-Streifen – quer zur Laufrichtung – erleuchtet ist. Über diesen Boden ziehen sich unzählige, farbig gedruckte Linien. „Walk the line“ lädt ein, dieser Spur zu folgen, die sich zu einem farbigen Teppich aus unzähligen Diagrammen der Kernchemie und Phantasiediagrammen verdichtet und in verschiedene Räume führt.

Der Glasboden zieht sich noch ca. 6 m weiter hinaus in den Gartenbereich. Er erhält hier die Anmutung eines kleinen Sees von dem aus die Schwäne des Künstlers Adam Antes (Kunst am Bau aus den 60er Jahren) zu starten scheinen.

Wenn Ideen „Flügel“ erhalten, sich also erheben und ausbreiten können, dann haben zuvor Menschen gewissenhaft eine Spur verfolgt. Ein Perspektivenwechsel ist bei aufkommenden Fragen stets hilfreich, will man zur Erkenntnis gelangen. Zum Beispiel, wenn man – wie Fritz Straßmann – das entscheidende Rätsel lösen will, warum Radium nicht Radium ist, sondern Barium.

Modell: Shakti Paqué

„Der Ruhm, wie alle Schwindelware, hält selten mehr als tausend Jahre [ ] W. Busch!
Der wußte Bescheid.
Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen.
Fritz Straßmann. “

2. Gemeindezentrum Halsenbach „Konnekt – der Knotenpunkt“


Drei sich überlagernde Linien bilden einen Knotenpunkt, genannt „Konnekt“, als Symbol für den Ort der Begegnung der Bürger*innen von Halsenbach.

1. Eine geschwungene, orangerote Linie ist direkt auf die Fassade gemalt. Sie nimmt die Farbe der Sandsteinlaibungen der Kirchenfenster auf. Sie schwingt von links unten und vom Dach her zum Mittelpunkt hin.

2. Eine wasserstrahlgeschnittene, anthrazitgraue Linie aus Aluminium (ca. 12 mm dick) ist im Abstand von ca. 4 cm auf die Fassade geschraubt. Sie nimmt das Dunkel des Gebäudes auf, und die Farbe der Schieferdächer der Umgebung. Sie schwingt sich optisch vom Fenster Richtung Dach.

3. Ein wasserstrahlgeschnittenes Linienknäuel aus silbermetallic-grauem Aluminium überlagert die zwei anderen Linien. Als Abstand zur Wand sind ca. 9 cm vorgesehen. Es nimmt das Silber des Lüftungsrohres vor der Fassade auf und integriert dieses Rohr spielerisch, quasi skulptural in die Gesamtgestaltung ein.

Modell: Wolfgang Löster