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begangene AUFzeichnungen – GALILEO/GPS

 

Mit einem Hund ist man viel draußen. Um die Zeiten und gelaufenen Kilometer zu dokumentieren, zeichne ich seit 2012 mit einer „Wander-App“, mit Hilfe des „Gobal Positioning System (GPS)“ und seit dem 14. September 2018 auch mit dem zivilen, europäischen Satellitensystem GALILEO auf.
Beim Betrachten der Routen entdeckte ich, dass ich durch Zufall ein „Gesicht“ gegangen war. Oder etwas „Gesichtsähnliches“. Von da an wurden die Gassi-Gänge bewusste Zeichnungen und Schriften, die ich zuerst mit Hand, Stift und Papier zu Hause genau plane, mit meinem Hund Bazi an der Leine auf dem Acker begehe und dann am Rechner dokumentiere (Startzeit, Dauer, Entfernung). Da es sich sozusagen um eine „Einstrichzeichnung“ handelt, (das heißt, die Aufzeichnung pausiert nicht), ist bei einer figurativen Zeichnung eine sehr genaue Planung nötig. Bei den aufgezeichneten Worten werden Umlaute vermieden und deswegen oft die englische Sprache benutzt

Im Laufe der letzten sieben Jahre sind so weit über zweihundert Aufzeichnungen entstanden. Meistens gehen wir auf der Sembach Air Base, einem ehemaligen Militärflughafen in der Nähe. Wegbegrenzungen,  Bäume oder Büsche dienen als Lineatur, an der wir uns bei der Aufzeichnung orientieren können.

Spuren hinterlassen auf diesem Wohnblock Erde. Dieser Wunsch ist wohl so alt wie das Großhirn des homo sapiens. Die Sprache dieser Spuren ist magisch, flehend-bittend, Stärke anzeigend, spirituell, wissenschaftlich-suchend. Und groß und laut. Damit sie „da draußen“ auch gesehen und gehört wird.

Diese Zeichnungen fügen sich also in das Spurenlegen der Menschheitsgeschichte ein, wie Kornkreise oder die Zeichnung des Cerne Abbas Giant oder die Scharrbilder in der Wüste bei Nazca in Peru.

Allerdings sind unsere virtuell. Und geführt, bzw. begleitet von Bazi.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_(Satellitennavigation)

 

 

 

 

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