Malkurse: www.kunstwerkstatt-olma.de

Stickstoff-Boxen

 

erweiterte Version 2: Projekt „vade mecum (Geh mit mir!)“ ab 2019

Seit 2012 zeichne ich die gemeinsamen Wanderwege mit Hund Bazi in der Landschaft mittels einer „Wander-App“ und den Satellitensystemen GPS und GALILEO auf.
Es entstanden bereits hunderte von Zeichnungen und Schriften, die ich zu Hause plane, mit Bazi auf dem Feld kilometerweit gehe und dann am Rechner dokumentiere und archiviere.
Die aufgezeichneten Spuren sind bis zu diesem Zeitpunkt virtuell und existieren nur als Software-Erinnerung. In meinem Projekt werden die Tracks auf Stoff übertragen und danach gestickt. In Kombination mit meiner Miniatur-Malerei werden sie wieder in eine sinnliche Welt transportiert.

Dezember 2018
https://www.vademecum-olma.de/

erste Version : Stickstoffboxen:  2011-18  – Tempera auf bestickter Baumwolle/Holz – je 20 x 20 x 9 cm

Ausgangsmaterialien sind alte, bestickte Altardecken, Sofakissen, sogenannte Überhandtücher oder einfache Spruchtücher aus dem letzten Jahrhundert.
Die Leinentücher werden auf Holzboxen gespannt, so dass nur noch Teile der Sinnsprüche lesbar sind. Darauf werden mit feinstem Pinsel Darstellungen von Tieren oder  Mensch-Tier-Beziehungen gemalt. Diese Vorlagen stammen aus dem Internet, von alten Postkarten, aus Zeitschriften, von eigenen Fotos oder aus der Werbung. Das surrealistische Prinzip wird gesteigert, indem die Sprüche – die in der heutigen Zeit sehr komisch anmuten – mit diesen Bildern kombiniert werden.

Die meist imperative Form der Texte „Beginne früh!“, „Halte Ordnung!“ usw. richtete sich moralisierend an die Hausfrau und Mutter. Ich versuche in meiner kritisch-komischen Malerei durch das Sichtbarmachen des Absurden den feministischen durch einen tierethischen und sozialkritischen Aspekt zu erweitern.