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Presse über die Ausstellung „archetypisch“

Ausstellungen24.01.2017

In der Galerie Mainzer Kunst treffen Skulpturen von Klaus M. Hartmann auf Malerei von Veronika Olma

Von Marianne Hoffmann MAINZ – „Für das Bedürfnis aufheiternder Unterhaltung und um der Einsamkeit die Öde zu benehmen, sind die Hunde zu empfehlen, an deren moralischen und Intellektuellen Eigenschaften man fast allemal Freude und Befriedigung erleben wird“, sagte einst Artur Schopenhauer zum Verhältnis des Menschen und zu seinem besten Freund. Die Künstlerin Veronika Olma, die in der Galerie Mainzer Kunst im Weihergarten ihre Malerei den Skulpturen ihres Künstlerfreundes Klaus M.Hartmann gegenüberstellt, liebt Hunde. Sie verewigt sie in ihren geheimnisvollen Bildern, die altmeisterlich frisch gemalt sind und so viel zu erzählen haben.

Ihr Gegenpart in der Ausstellung mit dem Titel „archetypisch“ zeigt Archetypen aus groben dunklen Bronzeplatten, scheinbar achtlos zur Menschform zusammengefügt, ohne den Anspruch der Vollendung. Der Wiedererkennungswert zählt und die Phantasie des Betrachters tut ein übriges. Der Wiedererkennungswert in der Malerei von Veronika Olma ist hoch, aber wenn man glaubt, man hat begriffen, in welche Welten sie den Betrachter entführt, entgleitet der Blick auf der Leinwand in die gewischte Malerei aus Eitempera und Chitosan. Beide Malmittel werden schon von jeher von den Großen der Malzunft genutzt. Eiweiß, Eigelb, Leinöl und Farbpigment und zum Eindicken Chamoiskreide, wenn man will. Veronika Olma nutzt dieses Malmittel, um möglichst lange an ihrem Werk arbeiten zu können, denn ihr Anspruch an ihre Fantasiewelten ist hoch. Klaus M. Hartmann kümmert sich um die griechische Mythologie und zeigt uns Prometheus, der in Bronze verewigt vor uns liegt. Der Archetyp Mann, den neugierigen Blicken ausgeliefert, nicht mehr als ein Element aus Bewegung und Statik, Schwere und Leichtigkeit. Manchmal brachial durch das Material verstärkt, manchmal leicht, beinahe anmutig durch die Verwendung von Cortenstahl, beim großen Minotaurus, der im Kampfmodus auf seinem Sockel steht und vor Stahlmuskeln strotzt.

Zart dagegen die „Stickstoff-Boxen“ der Künstlerin Olma. 18 Stück gibt es davon. Alle tragen zarte Stickereispruchfragmente von alten Küchentüchern mit Leichtigkeit in einen neuen Zusammenhang. Befehlsformen wie „Halte Ordnung!“ konterkariert sie ironisch mit Mensch und Tier und der Frage „Warum denn?“ Wie immer ist es Rolf K. Weber-Schmidt gelungen, eine gewagte Gegenüberstellung zu riskieren, die überraschend gut funktioniert.

 

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