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Hachikō

Wolfgang, Frida und ich haben vorgestern den herzzerreissenden Film „Hachiko“ von 2009 mit Richard Gere im Fernsehen gesehen.
Es ist die wahre Geschichte eines Hundes in Japan, hier adaptiert nach Hollywood…:

Hachikō wurde am 10. November 1923 in Ōdate in der Präfektur Akita geboren. 1924 nahm ihn sein Besitzer, der Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab.

Als der Professor am 21. Mai 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachikō wurde zu in der Stadt lebenden Verwandten gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten. Schließlich übernahm Kikuzaburō Kobayashi, der frühere Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, Hachikōs Pflege.

Während Hachikō in den ersten Jahren auf dem Bahnhofsgelände eher als Störenfried betrachtet und nur stillschweigend geduldet wurde, richtete ihm 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher sogar eine kleine Ruhemöglichkeit ein. Im gleichen Jahr erkannte ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder. Als er herausfand, dass Hachikō einer von nur noch etwa dreißig reinrassigen Akita-Hunden war, begann er sich näher für Hachikōs Geschichte zu interessieren und schrieb mehrere Artikel darüber. 1932 machte die Veröffentlichung eines dieser Artikel in einer Tokioter Zeitung Hachikō in ganz Japan bekannt, und er wurde schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes. Die Achtung vor Hachikō fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Einweihungszeremonie auch Hachikō beiwohnte. (Quelle: Wikipedia)

Präparierter Balg von Hachikō im Nationalmuseum der Naturwissenschaften in Tokio.

Als Hachikō am 8. März 1935 tot in einer Straße in Shibuya gefunden wurde, nachdem er fast zehn Jahre lang auf sein Herrchen gewartet hatte, meldeten die Medien landesweit seinen Tod. Untersuchungen im Jahr 2011 durch ein Forscherteam der Universität Tokio ergaben, dass Hachikō neben starker Filariose auch an Lungen- und Herzkrebs gelitten hatte. Jede dieser Erkrankungen kann die Ursache für seinen Tod gewesen sein. Sein Körper befindet sich heute präpariert im Nationalmuseum der Naturwissenschaften im Tokioter Bezirk Ueno.

 

Wie gesagt: Der Film ist ein herzzerreissendes, tränendrüsenanimierendes Melodram amerikanischen Zuschnitts…

Heute lesen wir in der Zeitung, dass es in Italien auch einen Hatchiko gibt…hier heisst er Tommy: Seit dem Tod seines Frauchens geht Tommy, ein Schäferhund im italienischen San Donaci, in die heilige Messe. Immer wenn nachmittags die Glocken läuten, lässt sich der Schäferhund vor dem Altar der Kirche nieder, die sein Frauchen regelmäßig besucht hatte. Die Zeitung „Il Messaggero“ scheibt, dass Pfarrer Don Donato Panna mit der stillen Anwesenheit des Vierbeiners vor seinem Altar durchaus einverstanden sei…

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