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Am 7. Februar stand folgendes in der „DIE RHEINPFALZ“
Kein Schenkelbrand für Staatsprämienstuten

Rheinland-Pfalz verleiht Auszeichnung nur noch für Pferde ohne die umstrittene Kennzeichnung
Mainz/Zweibrücken (ros). Die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland werden künftig keine Zuchtpferde mehr prämieren, die mit dem umstrittenen Schenkelbrand gekennzeichnet sind.

Züchterisch besonders wertvolle Pferde können in Rheinland-Pfalz mit dem Titel ”Staatsprämienstute” ausgezeichnet werden. Voraussetzungen sind unter anderem überdurchschnittliche Bewertungen und ein hoher Leistungsstandard. Im vergangenen Jahr erfüllten 16 Stuten diese Anforderungen. Dass die Landesregierung jetzt die Vergaberichtlinien geändert hat und künftig keine Zuchtpferde mehr auszeichnen wird, die per Schenkelbrand gekennzeichnet sind, hängt auch mit der zurückhaltenden Tierschutz-Gesetzgebung des Bundes zusammen.

Um die Frage, ob Pferden weiter ein glühendes Eisen zur Brandzeichnung ins Fell gedrückt werden darf, wird seit Jahren zwischen Zuchtverbänden und Tierschützern heftig gestritten. Rheinland-Pfalz hatte sich mehrfach für ein Verbot des Schenkelbrands stark gemacht. Der Entwurf des neuen Tierschutzgesetzes, den Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) vergangenes Jahr vorgelegt hatte, sah auch eine Abschaffung dieser umstrittenen Kennzeichnungsmethode vor. Doch Vertreter der Zuchtverbände intervenierten, schließlich bremsten Agrarpolitiker der CDU/CSU und der FDP die eigene Ministerin aus: Im Dezember verabschiedete der Bundestag ein neues Tierschutzgesetz, das den Schenkelbrand in seiner bisherigen Form bis Ende 2018 erlaubt, danach soll er zumindest unter lokaler Betäubung erfolgen.

Vergangene Woche stimmte nun auch der Bundesrat der Tierschutznovelle zu. Zwar hatte zuvor dessen Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz die Anrufung des Vermittlungsausschusses empfohlen. Doch dieser Antrag fand in der Länderkammer selbst dann keine Mehrheit.

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) will jetzt landesrechtliche Möglichkeiten zur Verbesserung des Tierschutzes ergreifen. Dazu gehört unter anderem auch die Neuregelung bei der Auszeichnung ”Staatsprämienstute”. Dieses Prädikat sei ein in der Züchterschaft begehrtes Qualitätssiegel, sagt Ministeriumssprecherin Heike Spannagel. Die neue Richtlinie sei also Anreiz für die Züchter, ”auf den unnötigen und tierschutzwidrigen Schenkelbrand zu verzichten”.

Prämienberechtigt sind künftig nur Pferde, die zur Kennzeichnung mit einem Transponder versehen sind. Diese Methode ist seit 2010 EU-weit bei Fohlen verpflichtend: Dabei wird ihnen ein Chip im Halsbereich unter die Haut implantiert. Der Transponder enthält eine 15-stellige Nummer, die mit einem Lesegerät erfasst werden kann.

Nach wie vor ist aber aufgrund der Bundesgesetzgebung zusätzlich der Schenkelbrand möglich. Beim Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar in Zweibrücken hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben, an der Neufassung der Staatsprämienstuten-Richtlinie etwas ändern zu können. ”Wir werden uns mit dem Land zusammensetzen und Gespräche führen”, sagt Geschäftsführer und Zuchtleiter Hans-Willy Kusserow. Er verwies darauf, dass für Trakehner seitens des betreffenden Zuchtverbandes der Schenkelbrand weiter vorgeschrieben sei. Damit sei diese Rasse von der Verleihung des Titels ”Staatsprämienstute” künftig ausgeschlossen, was er für sehr bedauerlich halte, so Kusserow. Von den rheinland-pfälzischen Trakehner-Züchtern seien wichtige Impulse auch auf Bundesebene ausgegangen.

BaziFazi(T): Das ist zwar ein Umweg und beschneidet nicht die Wurzeln dieser Foltermethode, aber jede Stute, die deswegen nicht gebrandmarkt wird, mag laut und erleichtert wiehern! 

p.s. wir sind gerade dabei, über Kunst mit Brandeisen nachzudenken und haben deswegen bei ebay schon mal angefangen zu steigern…

 

 

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