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Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main:

SLOWDOWN
Eröffnung am Sonntag, 10. September ab 15 Uhr10 Sep 17 – 15 Apr 18
dienstags – freitags 9 – 18 Uhr
samstags, sonn- und feiertags 11 – 19 Uhr
in den KUNSTRÄUMEN der Dauerausstellung
Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53 | 60596 Frankfurt am Main
Telefon(0 69) 60 60 0 | Telefax (0 69) 60 60 666
E-Mail mfk-frankfurt@mspt.de | www.mfk-frankfurt.de
SLOWDOWN
Susanne Neumann
Veronika Olma
Natascha BorowskyHektik, Stress und ständige Erreichbarkeit sind Teil der oft beklagten Kehrseite einer technischen Entwicklung, die Kommunikations- und Transportwege beschleunigt und unser Lebenstempo ständig erhöht.
In der Dauerausstellung des Museums für Kommunikation ist BESCHLEUNIGUNG neben TEILHABE, VERNETZUNG und KONTROLLE eines von vier Phänomenen, die thematisiert werden, weil sie wesentlich den Umgang der Menschen mit den Medien bestimmen.
Parallel zur Dauerausstellung zeigt das Museum in den kommenden Jahren künstlerische Positionen, in denen sich diese Aspekte wiederfinden. Wir haben zunächst drei Künstlerinnen eingeladen, deren Arbeiten auf unterschiedliche Weise Momente der Beschleunigung und Entschleunigung zum Ausdruck bringen. Sie nutzen Kamera, Videokamera und Smartphone zur Herstellung ihrer Bilder und Installationen, arbeiten aber aus einer Haltung, die eine hohe Konzentration beim Umgang mit den Medien voraussetzt; sie gehen oder fahren in einem Tempo, das erlaubt, die Umgebung en Detail wahrzunehmen.
Der wache Blick für die Natur, aber auch für Alltägliches und Übersehenes zeichnet ihre Arbeiten aus. Das gilt für Natascha Borowsky und ihre Bilder aus der ausufernden Megacity Mumbai, für Susanne Neumann und ihre glänzenden Objekte aus den Gassen von Florenz wie für Veronika Olma, die ein ehemaliges Militärgelände in der Pfalz erkundet und es als Untergrund ihrer GPS-Zeichnungen nutzt.

Veronika Olma:
Sich mit der Natur auseinandersetzen und das Verhältnis von Mensch und Tier beleuchten, das sind wesentliche Aspekte der Kunst von Veronika Olma. Mit ihren Arbeiten steht sie in der langen Tradition figürlicher Tierdarstellungen, die zurückreicht bis zur prähistorischen Höhlenmalerei. Ihr Werkzeug aber sind nicht Eisenoxide oder andere Farben. Die Künstlerin nutzt ihr Smartphone, um den Weg aufzuzeichnen, den sie mit Hund Bazi geht.
Sie geht ihn bewusst, mit voller Konzentration auf Boden und Bewuchs, denn ihr Weg wird per Postionsbestimmungssystem (GPS) und App zur Zeichnung, die sie schließlich überträgt und fixiert auf nicht-virtuellem Material.

 

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