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Fraternité-Projekt

Stadt Filderstadt
Deutsch-französisches Kunstwerk an der Gedenkstätte
  • Brenner in Baziblog
Stadt FilderstadtDeutsch-französisches Kunstwerk an der Gedenkstätte
Seit wenigen Tagen befindet sich – wenige Meter von der Gedenkstätte für die Opfer des KZ-Außenlagers am Flughafen entfernt – ein großformatiges Kunstwerk von der Größe einer Plakatwand.

Ungewöhnlich ist nicht nur die Größe, sondern auch die Entstehung. Im Zusammenhang mit der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels an 15 KZ-Gedenkstätten in Frankreich und Südwestdeutschland hatte der französische Künstler Luc Demissy aus Straßburg die Idee einer gemeinsamen Serie großformatiger Kunstwerke für die 15 Standorte. Er ist Mitglied der deutsch-französischen Künstlergruppe „Plakat – Wand – Kunst“ und des Vereins Quinz’Art. Seit vielen Jahren pflegt diese Künstlergruppe Beziehungen zwischen Künstlern beiderseits des Rheins.

Das Kunstwerk am Airfield ist ebenso wie die anderen 14 Plakat-Kunstwerke gleich in mehrerer Hinsicht etwas Ungewöhnliches: Kunst als Dialog zwischen zwei Künstlern: jedes Kunstwerk wurde gemeinsam durch einen französischen und einen deutschen Künstler geschaffen, die Kombination entschied das Los. In diesem Fall sind es die deutsche Künstlerin Veronika Olma aus Rheinland-Pfalz sowie ihre französische Kollegin Marie-Jo Daloz. Kunst kann aber auch ein Dialog zwischen zwei Nationen sein, die in der Vergangenheit viele Kriege gegeneinander geführt haben, heute aber ihre Feindschaft überwunden haben und durch vielfältige Bande miteinander verbunden sind.

„Tatsächlich stehen sich in diesem Werk zwei sehr unterschiedliche Stile gegenüber und finden nebeneinander Platz“, so die Einschätzung von Luc Demissy. Er sieht in diesem Werk durchaus mehrere Deutungsangebote: eine dunkle Vergangenheit und eine lichtere Zukunft – oder auch eine lichte Gegenwart und eine dunklere Zukunft. Nur auf den ersten Blick sind beiden Seiten voneinander scharf getrennt. Bei näherer Betrachtung erkennt man die Einbrüche der hellen Farben ins Dunkle und umgekehrt. Im schwarzen Feld erkennt man einen „Doppelhund“, sein Urbild stammt aus einer Porzellanmanufaktur in Deutschland während der NS-Zeit, in welcher auch Zwangsarbeiter beschäftigt waren.

Das Kunstwerk wird an dieser Stelle bis Herbst zu sehen sein, im Frühjahr 2019 wird es an einer anderen Gedenkstätte aufgestellt werden, an der Gedenkstätte am Flughafen wird dann ein neues Kunstwerk stehen. (ba)

Bildunterschrift:

Der Künstler und Koordinator Luc Demissy (Mitte) aus Straßburg inmitten des Plakatkunstwerks, einer Gemeinschaftsarbeit der Künstlerinnen Marie-Jo Daloz und Veronika Olma. Die beiden Stadtarchivare und Gedenkstätten-Leiter Bernd Klagholz, Leinfelden-Echterdingen (links) und Nikolaus Back, Filderstadt (rechts). Foto: Alica Brenner

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Europa. Herz der Finsternis

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Christoph Ransmayr: Europa! Herz der Finsternis

ESSAY CHRISTOPH RANSMAYR 1. Juli 2018, 14:00

Was für eine betörende Utopie: ein Kontinent der friedlichen Völker, ohne Grenzbalken und Kriege. Aber Europa hat die Rechnung für seine Raubzüge nie bezahlt. Und wer von uns will schon auf einen Teil des Luxus verzichten?

Es war an einem gewittrigen, aber noch windstillen Januartag, an dem ich ein barfüßiges Mädchen von sechs, vielleicht sieben Jahren in einem löwenzahngelben, in streifige Fetzen gerissenen Kleid auf einer von Schlaglöchern durchschossenen Landstraße im Gebiet der ostafrikanischen Virunga-Vulkane sah. Das Mädchen schleppte einen großen Wasserkanister, der offensichtlich so schwer war, dass die Kleine ihn nur mit beiden Händen und zwischen ihren dürren Beinen pendelnd Schritt für Schritt voranbringen konnte. Auch wenn sie manchmal versuchte, den Schwung der Pendelbewegung ihrer Last für den nächsten Schritt zu nützen, musste sie das Gewicht nach wenigen Metern doch immer wieder abstellen, musste Atem schöpfen, um den Kanister dann mit einem Seufzer wieder aufzunehmen. Trotzdem hob sie in einer dieser Atempausen den Kopf und winkte einer kleinen, im Schatten einer staubigen Akazie mit einer Reifenpanne beschäftigten Gruppe auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu und lächelte. Winkte uns zu. Uns Europäern. Uns Weißen.

Ich war in diesen Januarwochen gemeinsam mit meiner Frau und Freunden aus Südtirol in einem überladenen Geländewagen in der Grenzregion zwischen Uganda, Ruanda und dem Kongo unterwegs, um einige weit in den Regen- und Nebelwäldern des Ruwenzori-Gebirges verstreute Berggorillaclans zu beobachten. Eine ruandische Primatenforscherin hatte uns diesen Weg ins Gebirge ermöglicht und wollte uns führen. Die Mitglieder ihrer Gorillaclans waren durch jahrzehntelange Bemühungen von Zoologen und Verhaltensforscherinnen wie etwa der Kalifornierin Dian Fossey durchaus nicht gezähmt, durchaus nicht domestiziert, aber doch in einem Ausmaß an das gelegentliche Erscheinen von Menschen gewöhnt worden, dass von der Wildnis und den Dramen der Tierwelt gebannte Afrikareisende wie wir sich ihnen im günstigsten Fall bis auf eine Armlänge nähern konnten, ohne dabei wesentlich mehr zu riskieren als ein Mensch, der ein Pferd oder einen Jagdhund streicheln will.

Gefährlicher, viel gefährlicher als ein etwa zweihundert Kilogramm schwerer Gorilla, der seinen Clan als Silberrücken führte und beschützte, waren auch in diesen Januartagen und wie immer die Menschen: Wilderer im Sold reicher Trophäensammler, Straßenbauer oder Landerschließer, denen der Urwald entweder eine bloße Tropenholzreserve war, exotischer Baugrund für Hotels und Resorts oder einfach ein Hindernis, das aus dem Weg gesägt, gebrannt oder gesprengt werden musste. Wie vor ihr und nach ihr noch andere Freunde der Gorillas war auch Dian Fossey solchen Herren der Wildnis unter nie geklärten Umständen zum Opfer gefallen: Sie wurde mit eingeschlagenem Schädel vor ihrer Hütte in jener Hochwaldregion gefunden, die wir in den kommenden Tagen durchwandern wollten.

Das Mädchen im gelben Kleid schien seinen Kanister trotz des quälenden Gewichts in die Unendlichkeit schleppen zu wollen: Die Straße durchschnitt im aufkommenden Wind wogende Papyrusfelder wie in alttestamentarischen Tagen vielleicht der Fluchtweg der Israeliten das Rote Meer, das sich zur Linken und Rechten der ins Gelobte Land Ziehenden zu Wassermauern erhob. Der ferne Horizont war von dunklem Urwald gezähnt, dahinter lag ein von zahllosen Seen schimmerndes Hochland, aus dem wir an diesem Morgen aufgebrochen waren. Wir hatten auf diesem Abschnitt unserer Route und bis das Hinterrad mit einem Knall alle Luft verlor und unser Gefährt ins Schleudern geriet, keine Dörfer gesehen, nur vereinzelte, mit Stroh oder Wellblech gedeckte Hütten, auch keine Strommasten. Eine Abzweigung, die zu irgendeinem Ziel des Mädchens führen musste, war uns offensichtlich entgangen. Oder schleppte die Wasserträgerin ihre übergroße Last tatsächlich in die Unendlichkeit? Neben dem von Wolkenbrüchen unterspülten Straßenrand, von dem sich jetzt aber nur Staubfahnen erhoben und gleich wieder hinlegten, verlief – als eindrucksvollstes Zeichen zivilisatorischer Bemühungen in dieser dürren Verlassenheit – ein mindestens fünfzehn, vielleicht zwanzig Zoll starkes Wasserrohr in die hitzeflirrende Weite, in der sich diese Leitung, durch die ganze Seen oder Flüsse dahinrauschen mussten, schließlich fadendünn im Papyrus verlor.

Solche Rohrsysteme, so viel hatten wir schon in den ersten Tagen unserer Fahrt durch Uganda und Ruanda gesehen, führten auf französische, englische oder amerikanische Ananas-, Kakao-, Kaffee- oder Teeplantagen oder den im Wind nickenden Tulpenfeldern holländischer Blumenzüchter, aber niemals in die Dörfer der Menschen, die sich auf solchen Plantagen und Feldern abmühten. Die holten ihr Wasser von trüben Quellen und schleppten es in Kanistern oder auf dem Kopf balancierten Plastikwannen an Feuerstellen, an denen jeder Schluck gekocht werden musste, wenn er nicht zur Quelle einer Vielzahl von Krankheiten werden sollte. Diese Papyrusfelder! Der raschelnde, wispernde Klang dieser Felder … Während wir uns mit einem verbogenen Kreuzschlüssel an vom Rost festgebackenen Schraubenmuttern abmühten und den fehlenden Druck im Reserverad hochzupumpen versuchten, stellte ich mir Schriftrollen von der endlosen Länge dieser Straße vor, die aus dem Papyrus gewonnen werden könnten, Rollen, auf denen die wahre Chronik dieses Kontinents erst noch geschrieben werden müsste. War denn nicht zumindest die jüngere Geschichte Afrikas immer auch eine Geschichte Europas gewesen? Ebenso wie die Geschichten Asiens und Ozeaniens und Indonesiens und die beider Amerikas und selbst die der Südsee immer auch eine Geschichte des europäischen Auftritts gewesen waren, eine Geschichte der Eroberung, der Ausbeutung, der Sklaverei und des Völkermords. Spuren Europas überall in Afrika. Wohin immer ein Afrikareisender sich auf diesem Kontinent wandte, selbst wenn er nur unterwegs war, um weiße Nashörner, Elefanten, Hyänen oder Leoparden zu bestaunen (oder zu jagen), musste er auf die Spuren Europas stoßen, auf eine zertrampelte Bühne der Grausamkeit, dazu aber auch: auf Quellgebiete des europäischen Reichtums. Ohne die hier geschürften Erze und seltenen Erden, ohne die Gold- und Silber- und Diamantenminen und unzähligen anderen Bodenschätze, ohne die hier eingebrachten Ernten, ohne die Arbeitskraft von Abermillionen Sklaven und Billigstlohnarbeitern wäre Europa wohl bis zum heutigen Tag noch längst nicht jenes Paradies, als das es in jenen Flüchtlingsströmen ersehnt und bewundert wird, die auf den Schlachtfeldern von europäisch mitverschuldeten Kriegen und Elends- und Dürregebieten entspringen.

Europa hat die Rechnungen für seine durch Jahrhunderte unternommenen Raubzüge quer durch alle Kontinente dieser Erde nie bezahlt, ja hat die von sogenannten Entdeckern und kolonialen Armeen angerichteten Verwüstungen stets so lange geleugnet, bis der Gestank aus den Massengräbern nicht mehr zu ertragen war. Natürlich gab es auch in den Jahrhunderten vor dem Einfall europäischer Horden lokale Mordbrenner, Wucherer und Handelsgesellschaften, Stammeskriege, Sklavenmärkte, Grausamkeit und Gier, aber erst durch die Abgesandten aus den vermeintlichen Zentren der Kultur – aus Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Deutschland … – wurden Sklaverei und Völkermord zum Instrument einer geradezu apokalyptischen Geschäftspraxis. Selbst der als Schlächter von Afrika in die Geschichte der Barbarei eingegangene ugandische Diktator Idi Amin Dada hatte sein Handwerk als hoher Offizier der britischen Kolonialarmee gelernt, bis er sich neben seinem militärischen Rang als Sergeant-Major auch den Titel eines Herrn aller Tiere der Erde und aller Fische der Meere zulegte und mehr als vierhunderttausend Untertanen töten ließ.

Wo immer europäische Missionare und Landräuber erschienen, suchten und fanden sie nicht nur Kollaborateure und Erfüllungsgehilfen vor Ort, sondern deformierten sie ganze Regionen, ihre Kultur und ihre Traditionen bis zur benötigten Missgestalt, zogen Grenzen mit dem Lineal quer durch Sprachräume und Stammesgebiete und schufen so alle Grundlagen künftiger, noch weit über die Befreiungen von den jeweiligen Eroberern hinaus reichende Feindschaften und Bürgerkriege. Die Ahnengalerie von europäischen Entdeckern, von Gouverneuren, Handelsherren und Sklavenhändlern und mit ihnen ein unüberschaubares Heer von sogenannten Handlungsreisenden und Landvermessern, tatsächlich aber bloßen Erfüllungsgehilfen der Vernichtung, führt durch Jahrhunderte hinab und zeigt etwa die Porträts von segelnden Schweinehirten wie den estremadurischen Analphabeten Francisco Pizarro González, den Zerstörer des Reiches der Inka, und seinen in jeder Hinsicht Bluts- und Gesinnungsverwandten Hernán Cortés, den Zerstörer des Aztekenreiches. Aber selbst aus den schwärzesten und blutigsten Zeiten führt diese Galerie immer wieder und über das 19. und 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt uns Reiterstandbilder wie das des belgischen Königs Leopold II. aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, der in den wenigen Jahren, in denen er den Kongo, ein Land von der vielfachen Größe Belgiens, als sein Privateigentum betrachtete, für den Tod von mindestens zehn Millionen Menschen verantwortlich war. Es gibt auch Schätzungen, die zwanzig Millionen Opfer dieses Königs zählen. Abgehackte Hände und Füße Leopold und seine Geschäftsfreunde ließen den als Geiseln genommenen Frauen und Kindern von Zwangsarbeitern, die das oft unerfüllbare Tagessoll auf den belgischen Kautschukplantagen selbst um den Preis tödlicher Erschöpfung nicht erfüllen konnten, Hände und Füße abhacken und die Gliedmaßen räuchern und einsalzen, damit sie als Drohung und Zeichen des Schreckens auf dem frühmorgendlichen Weg zu den Plantagen gezeigt werden und verzweifelte Arbeitswut bewirken sollten. Die Bilderdienste des Internets zeigen immer noch eine Schwarz-Weiß-Fotografie aus jenen frühen Tagen des 20. Jahrhunderts, auf der ein in sich versunkener, dünner, halb nackter Mann auf den vor ihm liegenden, abgehackten Fuß und die abgehackte Hand seiner Tochter starrt. Möglicherweise steht Leopold II, der Reiter von Brüssel, immer noch an seinem Ort, weil unter seinem Schreckensregime die Aktie der Anglo-Belgian-Indian Rubber Company von viereinhalb auf eintausend Pfund stieg? Das entspricht einem Profit von mehr als zweiundzwanzigtausend Prozent.

Europa! Sollte es tatsächlich ein Sinnbild der europäischen Gegenwart sein, dass das Denkmal eines königlichen Mehrheitsaktionärs am Rand der Brüsseler Botanischen Gärten und im Herzen der Europäischen Union immer noch in den Himmel ragen darf? Gewiss, es war stets lächerlich und es wird immer lächerlich bleiben, der Kunst im Allgemeinen und der Literatur im Besonderen, Aufgaben zuzuweisen, Themen, um die sie sich annehmen und die sie darstellen und im Sinn der Aufklärung als Programm der Menschlichkeit verbreiten soll.

Aber wenn Literatur, wenn die Erzählung imstande ist, die Vorstellungskraft vom Glück, von den Sehnsüchten und vom Leiden jener anderen, die sowohl in unserer nächsten Nachbarschaft als auch tief unter unseren geografischen wie kulturellen Horizonten leben, zu fördern und damit eine Basis zu schaffen für das Verständnis des Fremden, dann sollte die europäische Literatur – wenn es denn so etwas überhaupt geben kann – zumindest gelegentlich Brücken schlagen zwischen der nächsten Nähe und dem scheinbar Fernsten, dem Vertrauten und dem Rätselhaften und, ja, auch zwischen dem eigenen Reichtum und dem Elend, das diesen Reichtum erst möglich werden ließ. Wenn Menschheitskatastrophen, deren Ausmaße gegenwärtig nur als Albträume vorstellbar sind, verhindert oder wenigstens gemildert werden sollen, dann wird es nicht mehr genügen, jene Welt, die auch nach der letzten Zählung immer noch die Dritte heißt, mit lächerlichen Almosen zu bedenken, sogenannten Entwicklungshilfen, die in Wahrheit über raffinierte Finanzierungsinstrumente zumeist doch wieder auf europäische Konten zurückfließen, sondern dann müsste der Reichtum dieser Welt endlich und tatsächlich gestreut werden, nicht in Form von Almosen, sondern von menschengerechteren Löhnen und gerechten Preisen, und das heißt auch: Es müssten Verhältnisse abgeschafft werden, in denen eine Handvoll Unersättlicher – etwa von der geistigen Beschränktheit und grotesken Infantilität des gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten und seiner europäischen Geschäftsfreunde, fast alles – und der Rest der Welt, der nicht notwendigerweise klüger ist als irgendein Barbar im Weißen Haus, fast nichts besitzt.

Eine unfromme Hoffnung, gewiss. Denn wer von uns wollte tatsächlich und leichten Herzens wenigstens auf einen Teil des Luxus verzichten, der uns in unterschiedlicher Üppigkeit selbst- verständlich wurde – etwa auf Zweit-, Dritt- und Viertautos, auf Zweit-, Dritt- und Viertwohnungen und entsprechende Häuser? Auf mindestens Drei- bis Fünfsternhotels und billige Langstreckenflüge, auf Ströme von kostbarem, klarem Trinkwasser selbst in unseren Toiletten! Und stimmen wir denn nicht an jeder Zapfsäule auch über Ölkriege ab, die zum Nutzen unserer Sonntagsausflüge und Ferienfahrten ans Meer auf den Schlachtfeldern des Nahen Ostens und wo immer sich der Treibstoff für unsere Mobilität findet, geführt werden?

Im sogenannten Zeitalter der Entdeckungen, einer Zeit des tatsächlich ins Unermessliche wachsenden europäischen Reichtums, starben fast dreiundzwanzig Millionen der indigenen Bewohner Mexikos und Mesoamerikas. Der von Europäern betriebene Sklavenhandel vom sechzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert verschleppte dreißig Millionen – Nein!, sagen realitätsnähere Statistiker: Es waren einhundert Millionen – Opfer. Übereinstimmung in dieser klaffenden Berechnungsschere herrscht nur darüber, dass ein Drittel der aus Afrika verschleppten Sklaven das Ziel jedenfalls nicht lebend erreichte. Die Staupläne der Sklavenschiffe zeigen Decks so niedrig, dass die dort Angeketteten nur liegend transportiert werden konnten – Tote, Sieche, Verzweifelte und Verwesende nebeneinander, bis vor norddeutschen, dänischen, englischen französischen, spanischen oder niederländischen Zielhäfen die Ketten gelöst und die Toten ins Meer geworfen wurden. Allein in Nantes, einem der größten Umsatzhäfen des Menschenhandels, wurde in den Jahren der Sklaverei die Fracht von eintausendvierhundertsechsundvierzig Sklavenschiffen gelöscht.

Vergangenheit? Das sei doch alles längst vergangen? Die Toten sind immer noch tot. Und auch der ihre Würde, ihr Glück und ihr Leben fordernde Reichtum und Wohlstand dauert an. Dass Nordamerika über einen Genozid in den Besitz europäischer Siedler geriet, ist zum Sujet heroischer Erzählungen aus einem Wilden Westen geworden, aber nur im Ausnahmefall zur Anklage. Die brachiale Verwandlung von Stammesgebieten in die von europäischen Wirtschaftsflüchtlingen gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika forderte zehn, auch hier sagen andere: zwanzig Millionen Tote. Jeder war ersetzbar. Aber um mehr oder weniger Tote hat sich das segelnde und Handel treibende Europa nie gekümmert. Wer sein Leben verlor, wurde ersetzt. Starb auch der Ersatz, wurde die Menschenjagd weiter befeuert. Und was in den Zeiten europäischer Missionen als göttlicher Auftrag galt, sollte bis in die Gegenwart von Konzernen wie Unilever, Nestlé oder Monsanto fortgeführt werden, Monsanto!, dem Lieferanten für alle Arten von Pflanzengiften und gentechnisch verunstaltetem Saatgut – erst unlängst verschluckt von der seit den Hitlerjahren mit Zwangsarbeit vertrauten Bayer AG. Monsanto. Was für ein Name für einen Konzern, der während des Vietnamkrieges als Lieferant des Entlaubungsmittels Agent Orange und bis heute Generationen von Verkrüppelten das Licht einer desinteressierten Welt erblicken ließ und der das Wasser, die Felder und Gärten dieser Erde in einem Ausmaß vergiftet hat, das am Ende der Tage vielleicht nur noch mit jenem Regen aus Feuer und Schwefel vergleichbar sein wird, der Sodom und Gomorra vom Antlitz der Erde brannte.

Wenn es nicht die von den Künsten Europas, seiner Malerei, seiner Musik, seiner Poesie und seinen Natur- und Geisteswissenschaften entzündeten Lichter gäbe und dazu den tröstlichen Schein von Bastionen der Menschlichkeit wie Ärzte ohne Grenzen, das Rote Kreuz oder Amnesty International, bliebe für diesen Kontinent in weltgeschichtlicher Hinsicht vielleicht nur noch ein Name: Das Herz der Finsternis. (Der Vollständigkeit halber sei hier auch angemerkt, dass selbst einer der größten Menschenfreunde der europäischen Geistesgeschichte, Monsieur François-Marie Arouet, der als Voltaire weltberühmt wurde, sein Vermögen mit mehr als eintausend Prozent Gewinn in Aktien des Sklavenhandels angelegt hatte.)

Glück und Leiden der anderen
Die von einer immerhin möglichen europäischen Literatur gelieferte Ahnung vom Leben, vom Glück und Leiden der anderen, könnte nicht nur zumindest einigen Opfern der Alten Welt ein Gesicht, einen Namen und vielleicht die Erinnerung an ein Leben zurückgeben, sondern könnte ebenso einige Leser oder Zuhörer – im besten Fall – immunisieren gegen die barbarischen Predigten, die nun als Programme europäischer Politik von Regierungsbänken herab verkündet werden: Bildungs- und oft auch ausbildungsferne Minister und Kanzler, beispielsweise in Warschau, in Wien, Budapest oder Prag, die ihre persönlichen Karrieren und ihre monströsen Parteiapparate zumeist nur aus Steuermitteln zu finanzieren vermochten, beanspruchen den auf fremden Rücken gewonnenen Wohlstand als ihre politische Leistung und sind stolz, Flüchtlingen aus geplünderten Rohstoffgebieten Rettungswege abgeschnitten und den Zugang zum jeweils gelobten Land mit Stacheldrahtverhauen und Tränengas verwehrt zu haben. Nein, vor den Flüchtlingszügen des 21. Jahrhunderts weicht das Meer nicht zurück und erhebt sich nicht zu Wassermauern, sondern es schlägt über den Hilfesuchenden zusammen.

Europa … Was für ein schöner und was für ein trauriger Name – nach der Mythologie der Name einer phönizischen Prinzessin, die von Zeus, der ihretwegen die Gestalt eines verspielten, weiß-wolligen Stiers annahm und das Mädchen auf seinem Rücken nach Kreta entführte und dort – nach heutiger Lesart – vergewaltigte. Unter den drei Söhnen, die Europa fern ihrer phönizischen Heimat zur Welt brachte, war auch Minos, der spätere Herr über das Labyrinth von Knossos, in dem die Bestie Minotauros dahin und dorthin rasen sollte.

Erinnerung auf Banknoten
Dass an die Entführte und Vergewaltigte von der Europäischen Zentralbank erinnert wird, indem ihr Bild als Wasserzeichen und als Hologramm auf den Fünf-Euro- und Zehn-Euro-Noten in hauchzarten Linien erscheint, legt die Vermutung nahe, dass Banknoten die einzigen Papiere sind, die im vorherrschenden europäischen Geschichtsbewusstsein Erinnerungen wachrufen können.

Ach, Europa. Was für eine zauberische, betörende Utopie: ein Kontinent der friedlichen Völker und des Zusammenströmens verschiedener Kulturen, ohne Grenzbalken, ohne Kriege, ohne die Seuche des Nationalismus und rassistischen Wahn. So begeisternd dieser Traum auch immer noch ist – er ist zuschanden geworden an der Gedankenschwäche und an der Gier seiner regierenden Eliten und ihrer Wähler. Europa oder das, wofür der Name einer Prinzessin einmal stehen sollte, wird möglicherweise zugrunde gehen an der nationalistischen Vernagelung, an der Vergesslichkeit und Mitleidlosigkeit der Mehrzahl seiner Bewohner. Und die europäischen Selbstzerfleischungen in einst dreißig Jahre dauernden, am Ende aber durch die ganze Welt rasenden Kriegen des 20. Jahrhunderts sind möglicherweise nicht nur Abgründe der Vergangenheit, sondern auch der Zukunft. Der Brüsseler Massenmörder auf seinem Ross ist mein Zeuge.

Wie schön und besänftigend war es doch, im Ruwenzori-Gebirge eine einzige zuversichtliche, freundliche Stimme auf dem Weg durch die Erinnerung zu hören – in jenem Regenwald, in dessen nebelige Höhen uns die Zoologin führte, nachdem wir unser Gefährt wieder flottgemacht und trotz einiger Warnungen, in der Gegend von Kasese wüte ein Stammes- und Bürgerkrieg, der in den vergangenen Wochen fast hundert Tote gefordert hatte, ins tiefe, tropfende Grün hochgestiegen waren.

Natürlich hatten wir vor unserer Weiterfahrt dem Mädchen im gelben Kleid angeboten, sie und ihre Last ans Ziel zu bringen. Aber sie hatte sich, bis wir unser Fahrzeug wieder bestiegen, mit ihrem Kanister schon ein Stück weitergekämpft und drehte sich auf unseren Zuruf nur kurz um. Sie wollte nicht. Wer die Weißen nicht fürchtet, sagte ein Wildhüter Stunden später am Ausgangspunkt unseres Weges ins Gebirge, wer die Weißen nicht fürchtet, der kennt sie nicht.

Der Gorilla saß ruhig da
Niemand, dämpfte die Zoologin dann unsere Erwartungen, niemand könne mit Sicherheit sagen, wo die Gorillaclans sich auf ihrer Nahrungssuche gerade aufhielten. Vielleicht würde also dieser Tag für unsere Suche nicht ausreichen. Aber nach Stunden des Aufstiegs, in Regengüssen und über schlammige Steilhänge, hielt sie plötzlich inne und legte einen Finger auf ihren Mund. Wir waren angekommen: Als sie einen dichtbelaubten Zweig zur Seite und aus unserer Sicht bog, standen wir kaum drei Meter entfernt vor der größten Affenart dieser Welt; einem Silberrücken. Der Gorilla saß ruhig da, rupfte weiter Blätter von dem gebogenen Zweig, blickte uns an und wandte seinen Blick nicht von uns, als wir vor ihm auf die Knie sanken. (Wir konnten ihn kniend einfacher fotografieren). Und nach und nach zeigten sich vier, fünf, schließlich neun Mitglieder des Clans, die bis dahin ebenso unsichtbar im Buschwerk verborgen gewesen waren wie der erste und größte von ihnen. Wie lange, wie lange! hatten wir in den Tagen davor in einer Wildhüterstation die sanften, an ein melodisches Grunzen oder ein tiefes, menschliches Räuspern erinnernden Laute geübt, die unter Gorillas als Zeichen des Vertrauens und freundlichen Interesses galten. Und wir auf unseren Knien, nachdem unser Herzschlag sich beruhigt hatte und wir zu dem Silberrücken mehr wie Untertanen als Besucher aufsahen, versuchten, die Lehren der Wildhüter anzuwenden und grunzten und knurrten und uns räusperten im Bemühen, die Sprache unseres Gastgebers zu imitieren und ihm unsere friedlichen Absichten mitzuteilen. Wir sollten unsere Bergstöcke in den Busch legen, flüsterte unsere Führerin, Gorillas, selbst wenn sie noch nie unter der Jagd gelitten hätten, seien durch ihre Überlieferung gewarnt und sahen Gewehre, wenn sie Stöcke sahen.

Alles ist gut
Gewiss hörte der Silberrücken unseren unbeholfenen, europäischen Akzent, den Akzent jener hellen, wässrigen Wesen, die seinesgleichen gejagt, erschossen und geköpft, die teerschwarzen Hände abgehackt und als eingesalzene Trophäen in ferne Hauptstädte der Kultur exportiert hatten, um sie dort präparieren zu lassen und an die Wände muffiger Landsitze zu nageln. Aber dieser Gorilla, während seine Gefährten sich knackend und raschelnd wieder ins Dickicht zurückzogen, hörte unserem Grunzen fast nachsichtig zu. Sah uns an, so lange und so tief hinab in unsere Seelen – oder was immer Europäer in der Brust tragen –, dass wir mit einem Mal ganz die Seinen waren. Und er zupfte mit seinen großen Händen langsam ein zierliches Blatt vom Zweig und noch eines und führte es zum Mund und erhob, nein: senkte plötzlich seine Stimme und ließ uns jenen Laut hören, den wir vergeblich nachzuahmen versucht hatten. Er räusperte sich. Er grunzte sanft. Und das bedeutete, so hatten wir es von den Wildhütern gelernt: Es ist gut. Alles ist gut.

(Christoph Ransmayr, 1.7.2018) Der Text ist Christoph Ransmayrs Rede zur Verleihung des Würth-Preises für Europäische Literatur 2018, der von der Stiftung Würth mit Sitz in Künzelsau, Deutschland, vergeben wird.

Christoph Ransmayr, geb. 1954 in Wels, Oberösterreich, studierte Philosophie und Ethnologie und lebt in Wien. Zuletzt erschien von ihm „Der Atlas eines ängstlichen Mannes“ (2012). Für seine Bücher erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen. – derstandard.at/2000082491730/Christoph-Ransmayr-Europa-Herz-der-Finsternis

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GPS-Aufzeichnung vom 30.06.2018 – olma&bazi in 13 Minuten – 1,3 km

 

 

Trocknertierchen

Was machen eigentlich die Trockner-Tierchen?

(Weichtierchen – aus dem Reich der Flusen – geboren aus zwei Trocknermüttern in den letzten sieben Jahre -. Sie lieben den innigen Kontakt zum nächsten Tierchen, deswegen ist sehr enge Kuschelhaltung im Käfig äußerst wichtig. Eine absolute Ausnahme im Tierreich)

149 Trocknertierchen im Vogelkäfig (DDR)

shadow of the last year

Der kürzeste Schatten vom 21.06.2017  – 13 Uhr MESZ wird wieder getragen am 21.06.2018 um 13 Uhr. 35853391 1827295560662655 621102973090529280 O-600x437 in Baziblog35930081 1827295330662678 6395454827731615744 N-480x600 in Baziblog

I am the artist

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Fraternité-Projekt

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Haus der Wirtschaft, Stuttgart.

Ausstellung von sechs der 16 Plakatwände, die in zwei Symposien in der Kunsthalle Griesheim im Frühjahr entstanden sind. Beteiligt waren 32 Künstler, die als deutsch-französisches Duo 16 dieser Wände zum Thema „Fraternité“ gestaltet haben. Die 10 weiteren Wände werden ab dem 24. Juni in Struthof/Natzweiler (F) gezeigt.

Ausstellung während der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels.

„Für die gemeinsame grenzüberschreitende Vermittlungsarbeit haben die Gedenkstätten des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, überreichte die Auszeichnungs-Plaketten heute im Stuttgarter Haus der Wirtschaft an die zwölf Gedenkstätten der baden-württembergischen Außenlagerstandorte. Die Gedenkstätte am Hauptlagerstandort Natzweiler und zwei weitere Außenlager auf heutigem französischen Gebiet haben die Auszeichnung ebenfalls erhalten.“

Ausgestellt in Stuttgart:

 

 

flux4art

Vorbesichtigung Kunstverein Germersheim für die im Herbst stattfindende flux4art.
www.flux4art.de
#flux4art

 

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PingPong

PingPong –

Kunst antwortet auf Kunst

PingPong ist ein außergewöhnliches Match von Künstlerwerkgemeinschaft und Autorengruppe Kaiserslautern: Die beteiligten Autoren stellen je ein oder zwei Werke zur Verfügung, die Künstler reagieren. Und ebenso umgekehrt. Am Ende stehen mehr als 80 Werke, die sich aufeinander beziehen, miteinander spielen, sich gegenseitig weitertreiben. Einzigartig in der Kunstszene der letzten Jahre!
Die Ergebnisses dieses gemeinsamen Matchs werden im ‚Kunstlager‘ (Eisenbahnstraße 23, im Fuchsbau) im Rahmen der „Langen Nacht der Kultur“ am 9.6. präsentiert:
Live, mit Netz und geteilter Platte.
zwischen 17:00 und 22:00 finden halbstündlich Präsentationen und Lesungen statt:
17.15 Eröffnung
18.00 Ist das Kunst? – ReadyMade, Dada und Investoren
18.30 Falten
19.00 Blickwinkel
19.30 Mit Nadel, Faden und Lexikon
20.00 Wolkenkuckucksheim
21.00 video meets word
21.30 Entscheidungsdoppel
Musikalische Begleitung Yves Gevaudan.
Die Ausstellung ist geöffnet von 9.6.-23.6. jeweils Donnerstag und Freitag 16 – 18 Uhr und Samstag 11-15 Uhr.

Veranstaltung in der Ausstellung PingPong
Braucht das Kind einen Namen? – oder von der Schwierigkeit einen Titel zu finden.
Ein Werkstattgespräch zwischen Autoren und Bildenden Künstlern aus dem PingPong-Projekt. Dienstag, 19.6. 18 Uhr Kunstlager

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stock. Der Dritte…

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Foto: Marta Maria Mróz

PAFF the MAGIC

27.05.2018 – 10.06.2018 | PAFF THE MAGIC
Kunstprozesse auf dem alten Industriegelände

www.paff-the-magic.de

Die Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern (mit Gästen) präsentiert eine großflächig angelegte Ausstellung im ehemalige Verwaltungsgebäude der Nähmaschinenfabrik Pfaff – gezeigt werden Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objekt- und Installationskunst sowie Schauspiel… Sie erreichen das Ausstellungsgebäude über die Albert-Schweitzerstraße.

Ausstellung geöffnet von 15 – 19 Uhr an drei Sonntagen:

27. Mai + 3. Juni + 10. Juni 2018

Im Dornröschenschlaf – so hat die Künstlerwerkgemeinschaft die Räume auf der stadtbekannten Industriebrache vorgefunden, ohne Strom- und Wasseranschluss und im langsamen, aber stetigen Verfall begriffen. An drei Sonntagen (27. Mai, 3. und 10. Juni) wird sie das ehemalige Verwaltungsgebäude gemeinsam mit befreundeten Künstlern „aus dem Schlaf küssen“und Skulpturen, Installation, Malerei, Zeichnungen und Objektkunst präsentieren. Die Ausstellungen können an den drei genannten Tagenjeweils von 15 bis 19 Uhr besucht werden.

Das zentrale Gebäude des Areals mit der ikonischen Nähmaschine auf dem Dach: Jahrzehntelang wurde hier gestempelt, getippt, geplant und verwaltet. Dann der folgenschwere Einschnitt: Die Insolvenz des Kaiserslauterer Traditionsunternehmens. Von da an dämmerten die Räume über Jahre in einer Warteschleife vor sich hin.Sie setzten Staub an und verfielen langsam, aber stetig. Der Zustand des Wartens hat demnächst ein Ende, bald schon werden Renovierungsarbeiten beginnen. Wohnungen sollen es werden und Menschen einziehen, diedas Gebäude mit neuem Leben füllen. Ein neuer Abschnitt und gewichtiger Wendepunkt im „Lebenszyklus“ des Gebäudes.

Künstler aus Kaiserslautern nutzen jetzt die Gunst der Stunde und reagieren auf den spannenden und einmaligen Schwebezustand zwischen der vergangenen Verwaltung und dem zukünftigen Wohnen. Die jetzige Situation im Gebäude ist fast surreal, die Zeit scheint seit dem Verlassen des Gebäudes einerseits wie eingefroren, andererseits zeigen sich auch die Spuren eines natürlichen Zerfalls: ein chaotischer Aktenschrank, sich lösende Deckenelemente, Toiletten in verschiedenen Stadien des Erhalts, vor allem aber wirkt der gegenwärtige Zustand des Gebäudes fragil und temporär. Vor allem aber werden die atmosphärisch dichten, bisher leeren Räume durch die installierten Kunstwerke und Objekte neu definiert und aktiviert. Wahrscheinlich wird bis zur letzten Minute vor der Eröffnung am 27. Mai um 14 Uhr hin- und hergeschoben, geschraubt, gedübelt und experimentiert…

Wir möchten alle kunstinteressierten Bürger auf das ehemalige Pfaffgelände einladen, diese besondere Ausstellung zu erkunden, genießen und auch mit uns ins Gespräch zu kommen. Der Zugang erfolgt über die Albert-Schweitzerstraße. Ein Rahmenprogramm mit der Schauspielerin Hannelore Bähr, dem Saxofonisten Helmut Engelhardt und den Performancekünstlerinnen Eva Pick und Gertrud Rietmüller bzw. Klaus Harth / Brandstifter werden an diesen Sonntagen für zusätzliche Impulse sorgen. Lassen sie sich einfangen vom Zauber eines besonderen Ortes und einer besonderen Ausstellung. PAFF THE MAGIC eben…

Roland Albert · Manfred Bäcker · Hannelore Bähr · Brandstifter · Thomas Brenner · Stefano Cattaneo · Helmut Engelhardt · Michael Fetzer · Michael Geib · Marie Gouil · Jörg Heieck · Klaus M. Hartmann · Klaus Harth · Fabian Knöbl · Judith Leinen · Marta Maria Mroz · Reiner Mährlein · Veronika Olma · Shakti Paqué · Eva Paula Pick · Gertrud Riethmüller · Bea Roth · Norbert Roth · Silvia Rudolf · Marcel Friedrich Weber · Angelika Steinmacher · Volker Tinti ·

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Marie-Jo Daloz und Veronika Olma

In diesem Werk stehen sich zwei sehr unterschiedliche Stile gegenüber und finden nebeneinander Platz – eine dunkle „Vergangenheit“ und eine lichtere Zukunft – oder auch eine lichte Gegenwart und eine dunklere Zukunft. Interessant erscheint die Gestaltung der Übergangszone. Auf den ersten Blick sind beide Seiten voneinander getrennt, doch nähert man sich dem Werk erkennt man die Einbrüche der hellen Farben ins Dunkle und umgekehrt. Im schwarzen Feld erkennt man einen „Doppelhund“, sein Urbild stammt aus einer Porzellanmanufaktur in Nazideutschland, in welcher auch Zwangsarbeiter beschäftigt waren.

03 15Art Daloz-Olma 4782a-copie-800x576 in BaziblogMarie-Jo-Daloz-Veronika-Olma-600x309 in BaziblogH4341-L56975819-e1526506600615 in Baziblog

 

 

Fraternité – Brüderlichkeit: alle fertigen Arbeiten

Fraternité – Brüderlichkeit 2018

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Fraternité

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Pfützenbild Nr. 399

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iste ego sum sum vom 26.04.2018

Der heilige Bazi Bazitus von Bilbao

Der heilige Bazi Bazitus von Bilbao.
Schutzpatron aller Lautbeller, Großohren, Schnellfresser, Vielschmuser, Turborenner, Supermodels und Naturkomiker.
Hier: Auswahl von Heiligenbildchen zum Selbstausdrucken.

Fraternité. Marie-Jo Daloz und Veronika Olma

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DER EHEMALIGE KZ-KOMPLEX NATZWEILER-STRUTHOF

Das Konzentrationslager Natzweiler in den Vogesen gehört zu den „großen“ Konzentrationslagern Nazideutschlands. Es wurde 1941 im annektierten Elsass gegründet und war der am weitesten westlich gelegene Fixpunkt des KZ-Systems. Als die Alliierten immer mächtiger wurden und viele Männer an den Fronten gebunden waren, griff die deutsche Rüstungsindustrie zunehmend auf die Arbeitskraft von KZ-Häftlingen zurück. So wurden zwischen 1942 und 1945, meist direkt an den Industriestandorten oder bei Flughäfen, mindestens 55 Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler errichtet: in Lothringen, dem Elsass, in Hessen, vor allem aber in Baden und Württemberg. Nicht selten handelte es sich bei den Industrieprojekten um aufwändige Untertage-Verlagerungen ganzer Fabriken. Insgesamt starben im KZ-Komplex Natzweiler-Struthof etwa 22.000 Menschen aus 30 Nationen durch Hunger, Kälte und absolute Erschöpfung.
Verstärkt seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts setzten sich Bürgerinnen und Bürger an einigen ehemaligen Außenlager-Orten bzw. den damit verbundenen Produktionsstätten für die Einrichtung von Gedenkstätten ein. Jeder dieser Erinnerungsorte ist historisch gewachsen und besitzt ein eigenes, individuelles Profil. Den gemeinsamen Gegenstand der Erinnerung bilden das Unrecht und die Unterdrückung, die der multinationalen Häftlingsgesellschaft in den Außenlagern wiederfuhren. Das hatte zur Folge, dass die lokale Erinnerungsarbeit von Anfang an eine grenzüberschreitende, europäische Dimension erhielt.
Alle Gedenkstätten verstehen sich als historisch-politische Lernorte für Jugendliche sowie Erwachsene und haben ein differenziertes pädagogisches Angebot entwickelt. Zudem treten die Gedenkstätten mit ihrer Bildungsarbeit für Menschenrechte, für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein.

DEUTSCH-FRANZÖSISCHE ZUSAMMENARBEIT IN DER ERINNERUNGSKULTUR FÜR GEDENKSTÄTTEN

Immer stärker ist bei den KZ-Gedenkstätten das Bewusstsein dafür gewachsen, dass sie eine gemeinsame Geschichte bearbeiten. So entstand eine enge Zusammenarbeit der Gedenkstätten untereinander, woraus sich der Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler-Struthof (VGKN) gebildet hat. In enger Kooperation mit dem in Frankreich gelegenen Ort des ehemaligen Hauptlagers sowie dem dort angesiedelten Centre Européen du Résistant Déporté (CERD) wurden und werden Projekte einer europäischen Erinnerungskultur erarbeitet und umgesetzt.

RELIKTE DES TERRORS – EIN ERFASSUNGSPROJEKT DES LANDESAMTES FÜR DENKMALPFLEGE

Nicht alle Orte, an denen die Häftlinge einst untergebracht waren oder arbeiten mussten, haben bis heute überdauert. Einige Tunnel oder Stollen sind inzwischen verfüllt, manchmal findet man heute an den ehemaligen KZ-Standorten Wohn- oder Gewerbegebiete. An einigen abgelegenen Plätzen sind noch zu gewucherte Ruinen betonierter Industrieanlagen oder Gebäudereste und Barackenfundamente mitten im Wald erhalten. Diese Überreste entfalten eine besonders eindringliche Zeugniskraft, wenn es gelingt, sie zum Sprechen zu bringen. Dazu müssen sie in den historischen Zusammenhang gestellt und auf ihre Deutungsmöglichkeiten befragt werden.
Aus diesem Grund wird sich die Landesdenkmalpflege in Baden-Württemberg in den nächsten vier Jahren im Rahmen eines Erfassungsprojektes verstärkt um die Relikte des Lagerkomplexes Natzweiler kümmern. Dabei kommen Methoden der Bau- und Kunstdenkmalpflege, aber vor allem der zeithistorischen Archäologie zum Tragen. Mithilfe der letzteren können dem Boden einstiger Lagerstandorte Informationen abgerungen und Lücken der schriftlichen und mündlichen Überlieferung geschlossen werden. Im Idealfall können auch neue Erkenntnisse zur baulichen Gestalt und Entwicklung der Lager oder zum Alltagsleben der Gefangenen gewonnen werden.

PROJEKTE IM RAHMEN DES EUROPÄISCHEN KULTURERBEJAHRES

Im Europäischen Kulturerbejahr haben sich verschiedene Partner grenzübergreifend zusammengefunden, um dem Themenkomplex mithilfe neuer medialer Möglichkeiten und Projekte mehr Sichtbarkeit zu verleihen und ihn auch didaktisch fruchtbar zu machen. Beteiligt sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, der Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e.V. (VGKN), das Centre Européen du Résistant Déporté (CERD) sowie die beiden Künstlergruppen Quinz’Art und PLAKAT WAND KUNST. Unterstützung erhalten sie aus dem europäischen Förderprogramm Interreg, vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, der Obersten Denkmalschutzbehörde des Landes, der Baden Württemberg Stiftung, der Direction Régionale des Affaires Culturelles und der Région Grand Est.

FRANZÖSISCH-DEUTSCHES KUNSTPROJEKT „FRATERNITÉ/BRÜDERLICHKEIT“

Im Rahmen des Kunstprojektes werden sich 32 deutsche und französische Künstler/innen in gemischten Tandems mit dem KZ-Komplex Natzweiler auseinandersetzen und gemeinsam 16 großformatige Gemälde auf Holzwänden gestalten. Zuvor haben bereits deutsche und französische Jugendliche aus Schulen in der Nähe der Gedenkstätten diese besucht und sich fotografisch-künstlerisch mit dem Bestand auseinandergesetzt.
Andere Jugendliche werden unter Impulsgebung der Künstler/innen ihre Eindrücke und Gedanken zu den Gedenkstätten unter dem Motto „Was bleibt? – Que reste-t-il?“ künstlerisch verarbeiten.

WANDERAUSSTELLUNG IN STUTTGART UND CERD/NATZWILLER

Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen werden in eine Wanderausstellung einfließen. Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart werden ab dem 12. Juni 2018 sechs der großformatigen Kunstwerke sowie die damit verbundenen Schüler/innen-Arbeiten gezeigt werden, dazu die Ausstellungstafeln des Schüler/innen-Fotoprojekts „Natzweiler und Außenlager“. Weitere zehn der großformatigen Gemälde werden ab dem 24. Juni 2018 im Außengelände des Centre Européen du Résistant Déporté (CERD) beim ehemaligen Hauptlager zu sehen sein. In Stuttgart werden zudem Informationstafeln und ein Film das denkmalfachliche Erfassungsprojekt „Natzweiler Außenlager“ beleuchten; eine Begleitveranstaltung am 29. Juni lässt Projektbeteiligte aus beiden Ländern aus Sicht von Denkmalpflege, Kunst und Gedenkstätten zu Wort und Austausch auf ein Podium kommen.

Im September/Oktober wandern dann 14 Groß-Kunstwerke sowie ausgewählte Arbeiten von Schüler/innen in die 14 französischen und deutschen Außenlager-Gedenkstätten auf beiden Seiten des Rheines.

DIDAKTISCHE WERKZEUGKÄSTEN

Die Ergebnisse des Projektes fließen in www.sharingheritage.de sowie in die Website www.denkmal-europa.de der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger ein. Dort entsteht darüber hinaus eine didaktische Toolbox, die Kulturvermittler/innen Handreichungen zur Beschäftigung mit dem Thema gibt. Daneben wird ein didaktischer Baukasten zum Thema „Europäische Bedeutung der Natzweiler-Gedenkstätten“ entwickelt, der Lehrer/innen auf beiden Rheinseiten zur Verfügung gestellt wird.

AUSZEICHNUNG MIT DEM EUROPÄISCHEN KULTURERBE-SIEGEL
Kurz vor dem Auftakt des Europäischen Kulturerbejahres wurde bekannt, dass das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler und 14 seiner Außenlager beiderseits des Rheins das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten sollen. Dieses Siegel wird von der Europäischen Union ausgestellt und hat zum Ziel, die europäische Dimension der Kulturgüter, Denkmäler, Natur- und Stadtgebiete, Gedenkstätten und Zeugen der Geschichte als Teil des europäischen Erbes herauszustellen.
Zum ersten Mal wird das Siegel an eine grenzübergreifende Stätte vergeben. Die Vergabe des Siegels an die 15 Gedenkstätten von „Natzweiler“ auf beiden Seiten des Rheins zeigt, dass es möglich ist, aus Orten eines mörderischen Zivilisationsbruchs Orte der Versöhnung und einer demokratischen Wertevermittlung zu machen – nur in diesem Sinn können sie als Teil des europäischen Kulturerbes verstanden werden.

Fraternité – Brüderlichkeit: Veronika Olma und Marie-Jo Daloz und Bazi

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La Fraternité


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La Fraternité

Kunstprojekt: „La Fraternité / Brüderlichkeit“

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Im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres 2018 wird der VGKN in Zusammenarbeit mit dem CERD, dem französischen Kunstverein Quinz’art (Strasbourg,Organisation) und der deutschen Künstlergruppe Plakat Wand Kunst(assoziierte Künstler) ein gemeinsames Projekt zum Thema „Fraternité/Brüderlichkeit“ umsetzen, das aus einem Kunstprojekt und einem pädagogischen Begleitprojekt besteht.

Das Thema bezieht sich einerseits auf – stets gefährdete –  Brüderlichkeit und Solidarität der Häftlinge in den Konzentrationslagern, andererseits leitet es sich aus dem Text der heutigen Europahymne ab und verweist auf die Wurzeln des europäischen Einigungsprozesse aus der Erfahrung von Krieg und Entrechtung.

Das Kunstprojekt mündet in eine Parallelausstellung beim CERD (Gedenkstätte Natzweiler/Frankreich) und im „Haus der Wirtschaft“ in Stuttgart, anschließend wandern die Kunstwerke zu 14 Außenlager-Gedenkstätten. Das pädagogische Begleitprojekt umfasst die Entwicklung eines Lernmoduls zum Thema „Europäizität“,  die Organisation von Besuchen von Künstlern und Jugendlichen in den Gedenkstätten sowie die pädagogische Begleitung von gemeinsamen Workshops der Künstler mit Jugendlichen.

Kunstprojekt „La Fraternité/Brüderlichkeit“

Deutsch-französische Künstlerateliers: In zwei gemeinsamen Ateliers werden 32 deutsche und französische Künstler in 16 binationalen „Duos“ 16 großformatige Gemälde („placards“, gemalt auf Holzplatten, 3,60 x 2,60 m) erschaffen. Diese setzen sich vor dem Hintergrund der Geschichte des KZ-Komplexes Natzweiler mit dem Thema „La Fraternité/Brüderlichkeit“ auseinander und sind zur Ausstellung im öffentlichen Raum bestimmt.

Parallelausstellung Struthof/Stuttgart, Wanderausstellung CERD/VGKN: Zwischen Juni und Mitte September 2018 werden die Placards in einer Parallelausstellung im CERD (KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof) und dem Haus der Wirtschaft in Stuttgart ausgestellt (in Stuttgart nur 4 Wochen). Anschließend werden sie in eine Wanderausstellung gegeben, bei der jeweils 2 Placards im CERD und jeweils 1 Placard in den deutschen und französischen Außenlager-Gedenkstätten (Urbès, Metz-Queuleu, VGKN) ausgestellt wird. Die Wanderausstellung soll bis April 2020 dauern; für April und September 2019 sind 2 Wechsel vorgesehen.

Pädagogisches Begleitprojekt

Lernmodul „Europäizität der KZ-Natzweiler-Gedenkstätten“: In Vorbereitung auf das Jugendprojekt, das VGKN und CERD begleitend zum Kunstprojekt organisieren, wird ein Lernmodul zur „Europäizität der KZ-Natzweiler-Gedenkstätten“ entwickelt. Das Lernmodul wird die europäische, multinationale Häftlingsgemeinschaft des KZ-Komplexes Natzweiler, die aus der kollektiven Gewalterfahrung der Überlebenden hervorgegangene Idee einer europäischen Einigung, die Vermittlung eines europäischen Miteinander in der Erinnerungsarbeit der Gedenkstätten sowie die Bedeutung der Gedenkstätten als authentische Denkmäler der europäischen Geschichte und den Umgang mit ihnen behandeln.

Schülerprojekt: An das Kunstprojekt wird außerdem ein deutsch-französisches Jugendprojekt angegliedert, das von VGKN und CERD organisiert wird. Zunächst werden Gruppen deutscher und französischer Jugendlicher aus Schulen in der Nähe der KZ-Natzweiler-Gedenkstätten diese besuchen und vor Ort über die historischen Hintergründe informiert. Im Anschluss an die Ateliers werden dann Künstler aus dem Projekt die Jugendlichen in ihren Schulen besuchen und in gemeinsamen Workshops mit ihnen kreativ tätig werden. Diese Workshops begleiten VGKN und CERD pädagogisch.

 

BESTANDEN

YEAH! YEAH! YEAH!
Antonio aus der Zentralafrikanischen Republik hat den Hauptschulabschluss geschafft! Und damit eine weitere Hürde. Wir sind gerade dabei, mit Schampus anzustoßen.

Wie danken allen, die geholfen haben…finanziell, mit ihren Gedanken, Daumen, Gebetenwasauchimmer.
Dieser Kerl ist echt was besonderes! Danke!

Die Bazifisten

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Konjunktiv für Zwei

Antonio aus der Zentralafrikanischen Republik hat morgen seine mündliche Prüfung in Deutsch, Mathe, Bio, Sozialkunde und Geschichte. Bitte, bitte ab 8 Uhr alle Daumen drücken, damit er es schafft. Die schriftlichen Prüfungen hat er schon hinter sich. Die hoffentlich guten Gesamt-Ergebnisse gibt es wohl bald danach…

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Schneetierchen

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abkanzeln Nr. 23 vom 16.03.2018

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Röhren der Bazi

….oder Bazi als Röhren-fern-Seher…

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wundern

GPS-Aufzeichnung olma und Bazi vom 14.03.2018 ab 13:56:34 h – 4,87 km in 01:11.01 h – Sembach Air Base

Anmerkungen:
1. von der wunde zum wunder sind es 134m.
2. vom wandern zum wundern ist es auch nicht weit.

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