VERGRÖSSERUNG: TISCH  
 
ADAM UND EVA - TISCH

Juli 2004 - Eitempera auf Baumwollsegel - 160 x 160 cm
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(...)Von einem massiven schwarzen Tisch, der die nebulöse Bildfläche dominiert, werden Adam und Eva an die oberen Bildränder auseinandergerückt, »Adam und Eva – Tisch«. Ihre idealen Proportionen, die Körperkonturen und der Kontrapost, von der Dürer-Zeichnung übernommen, sind der Verwitterung anheimgegeben, denn ihre Schattenfiguren versinken schon in den Schlieren des Farbraumes, der ockerfarben in weiß, rosa, rot und gelb changiert. Nur der leere, ungedeckte Tisch, das solitäre Möbelstück behauptet sich im unbehausten Raum, und das Paar bleibt getrennt von Tisch und Bett?

Seit Adam und Eva gleicht die Beziehung zwischen den Geschlechtern einem Balanceakt, dem Veronika Olma mit künstlerischer Inspiration und wachsamer Zuversicht begegnet. Vielfältige Auseinandersetzungen mit den Errungenschaften unserer Zivilisation, mit Kunst und Alltag und zwischenmenschlichen Befindlichkeiten sind spielerisch intendiert. Wege zur Entschlüsselung werden aktiviert, keinesfalls vorgeschrieben, Neugierde regt sich.

Dr. Susanne Liehr
(Vorwort zum Katalog: "Veronika Olma, Malerei - Macht´s gut, Adam und Eva", 2004)

 

 

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